4. Preis
Selektiver Wettbewerb, Basel, 2025
Das Projekt schlägt anstelle einer homogenen Überbauung ein Ensemble aus drei Neubauten und der bestehenden Messehalle 1E vor, die sich um einen zentralen, ökologisch gestalteten Grünraum gruppieren. Dieser Hof bildet das soziale und klimatische Herzstück, öffnet sich zur Feldberg- und Maulbeerstrasse und ermöglicht Kaltluftströmungen zur Reduktion des städtischen Wärmeinseleffekts. Die Baukörper reagieren jeweils auf ihre Lage: eine lärmschützende Eckbebauung am Riehenring, ein kompaktes Punkthaus mit kleineren Wohnungen an der Maulbeerstrasse und ein langgestreckter Bau entlang der Isteinerstrasse mit öffentlichen, gewerblichen und gemeinschaftlichen Nutzungen.
Der Hof wird als „städtische Wildnis“ mit Wildgräsern, Stauden und mehrstämmigen Bäumen gestaltet. Wiederverwendete Elemente des ehemaligen Busdepots strukturieren Wege und Aufenthaltsbereiche. Neben Spiel- und Aufenthaltsflächen entstehen ökologische Lebensräume sowie ein Retentionsraum für Wasser, der durch Verdunstungskühle das Mikroklima verbessert.
Ein zentrales Element ist das hybride urbane Erdgeschoss des Langhauses: ein überhohes, teilweise unbeheiztes Erdgeschoss als flexibler Begegnungsraum für Mobilität, Sport, Gewerbe, Gemeinschaft und Bildung. Velorouten, Werkstätten, Wasch- und Möglichkeitsräume sowie saisonal nutzbare Zonen fördern soziale Interaktion. Drei klimatische Schichten – Aussenraum, Zwischenklima und Innenklima – ermöglichen unterschiedliche Nutzungen und einfache Bauweisen.
Materialien der rückgebauten Messehalle 3 werden als Fassaden, Wege, Tragstrukturen oder Gestaltungselemente integriert und stärken die Identität des Ortes. Konstruktiv verfolgt das Projekt einfache, demontierbare Low-Tech-Lösungen mit Holz als Primärkonstruktion, natürlichen Lüftungsstrategien und effizienten Grundrissen.
Die Wohnqualität basiert auf urbaner Dichte und kollektiver Nachbarschaft: gemeinschaftliche Räume, durchlässige Erdgeschosse und differenzierte Hofsituationen schaffen eine Balance zwischen sozialer Nähe und privatem Rückzug.
Landschaft: META Landschaftsarchitektur
Tragwerk: Ferrari Gartmann
Fassadenplanung: Lüchinger Meyer Partner
Renders: OUT OF RAM









